{"id":155,"date":"2016-05-01T12:00:10","date_gmt":"2016-05-01T12:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/?p=155"},"modified":"2017-05-04T12:05:10","modified_gmt":"2017-05-04T10:05:10","slug":"contra-la-barbarie-independencia-de-la-clase-obrera-lucha-de-clase-revolucion-socialismo-mundial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/2016\/05\/01\/contra-la-barbarie-independencia-de-la-clase-obrera-lucha-de-clase-revolucion-socialismo-mundial\/","title":{"rendered":"Gegen die Barbarei: Unabh\u00e4ngigkeit der ArbeiterInnenklasse, Klassenkampf, Revolution, Weltsozialismus!"},"content":{"rendered":"<p>Der Kapitalismus f\u00fchrt zu Konzentration von Reichtum sowie Verschwendung an einem Pol der Gesellschaft und prek\u00e4ren Arbeitsverh\u00e4ltnissen sowie Armut auf der anderen Seite, zur Zerst\u00f6rung der Umwelt, zu wachsender Bedeutung von Religion und Obskurantismus,  wiederkehrenden Wirtschaftskrisen und imperialistischen Kriegen.<!--more--><\/p>\n<p>Das Geldkapital kann sich frei bewegen, nicht aber die Menschen. Weltweit errichten Regierungen Mauern gegen die ArbeiterInnen, die versuchen, der Armut zu entkommen. Israel tut das gegen\u00fcber den Pal\u00e4stinenserInnen, w\u00e4hrend die Kolonisierung Ost-Jerusalems und der Westbank fortgesetzt wird. Die b\u00fcrgerlich-demokratischen kapitalistischen Industriestaaten schlie\u00dfen ihre Grenzen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, die vor den t\u00e4glichen Bombardements  in Syrien, Libyen, dem Irak, dem Jemen, Afghanistan und anderen Staaten,  den Misshandlungen durch die Polizeiregime und Folterer (Syrien, Eritrea &#8230;), V\u00f6lkermorden (durchgef\u00fchrt vom &#8222;Kalifat&#8220; der sunnitischen Daesch, den buddhistischen Rakhine und der burmesischen Armee &#8230;) fliehen. In den USA wirbt der f\u00fchrende Kandidat der Republikanischen Partei f\u00fcr die Nominierung zum Pr\u00e4sidenten daf\u00fcr, Ausl\u00e4nder zu vertreiben. Ausl\u00e4nderfeindliche und faschistische Organisationen gewinnen bei Wahlen in Europa an Boden und einige beginnen, Angriffe gegen MigrantInnen (Griechenland, Deutschland, Bulgarien &#8230;) zu organisieren.<\/p>\n<p>Die kapitalistische Weltkrise von 2008-2009 wurde in den imperialistischen L\u00e4ndern durch staatliche Eingriffe \u00fcberwunden (Rettungsschirme f\u00fcr  die jeweiligen Banken, Versicherungen, Automobilindustrie, hohe Kredite und niedrige Zinsen der  Zentralbanken f\u00fcr die Banken in ihren jeweiligen Gebieten &#8230;) und weltweit durch die St\u00e4rkung der Ausbeutung  (Erh\u00f6hung der Intensit\u00e4t der Arbeit und der Arbeitszeit, Stopp bei Lohnerh\u00f6hungen, Senkung der Pensionen und des Arbeitslosengelds, Einschr\u00e4nkungen des Streikrechts und Schw\u00e4chung der Gewerkschaften, etc.). Alle b\u00fcrgerlichen Regierungen bedienen sich der gleichen Politik gegen die Produzenten, also die arbeitenden Menschen,  und f\u00fcr die Ausbeuter, einschlie\u00dflich derjenigen, die von \u201cArbeiterparteien\u201d gef\u00fchrt oder mitgetragen werden wie von der \u201cArbeiterparteit&#8220; PT (Brasilien &#8230;), &#8222;Kommunisten&#8220; (China, Vietnam, S\u00fcdafrika &#8230; ), &#8222;Sozialisten&#8220; (Frankreich, Deutschland, \u00d6sterreich &#8230;) oder der &#8222;radikalen Linken&#8220;, die das Ergebnis des Umwandlungsprozesses der Stalinisten sind (Griechenland &#8230;).<\/p>\n<p>Die Profitrate ist gestiegen und die globale Kapitalakkumulation im Jahr 2009 wieder angesprungen. Allerdings haben einige L\u00e4nder stagniert (Japan, Frankreich &#8230;). Andere haben nicht einmal ihr Produktionsniveau von vor der Krise (Griechenland, Spanien, Italien &#8230;) erreicht. Unter den als \u201caufstrebend\u201d eingestuften L\u00e4ndern sind die gr\u00f6\u00dften in eine wirtschaftlichen Depression (Brasilien, Russland, &#8230;) gest\u00fcrzt und die chinesische Wirtschaft hat sich verlangsamt. Angetrieben durch eine keynesianische Geldpolitik l\u00e4sst sich die Finanzspekulation wieder bestens aufnehmen.<\/p>\n<p>Die globale kapitalistische Krise hat die Rivalit\u00e4t zwischen den gro\u00dfen imperialistischen M\u00e4chten verst\u00e4rkt, mit der dominanten Bourgeoisie (USA) und ihren  mehr oder weniger disziplinierten Verb\u00fcndeten (Japan, Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien &#8230;) auf der einen und einem Zweckb\u00fcndnis zwischen den neuen Bourgeoisien (China, Russland), die die alte Aufteilung der wirtschaftlichen Einflusszonen und politischen Herrschaftsanspr\u00fcche in Frage stellen auf der anderen Seite. Die Europ\u00e4ische Union, die den b\u00fcrgerliche Versuch verk\u00f6rperte, enge nationale Grenzen zu \u00fcberwinden ist schwer ersch\u00fcttert. Nach der Weltwirtschaftskrise haben die deutschen und franz\u00f6sischen Regierungen das griechische Volk gedem\u00fctigt und ausgeblutet. Die Ukraine wurde von rivalisierenden Imperialismen zerteilt. Als Reaktion auf die Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me haben alle Staaten untereinander ihre Grenzen neu aufgezogen, die L\u00e4nge der Stacheldrahtz\u00e4une vervielfacht und einen sch\u00e4bigen Vertrag mit der autorit\u00e4ren und islamistischen Regierung in der T\u00fcrkei ausgehandelt.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Weltm\u00e4chte und in ihrem Gefolge einige Regionalm\u00e4chte r\u00fcsten mehr und mehr auf, be\u00e4ugen sich misstrauisch im S\u00fcdchinesischen Meer, prallen indirekt in der Ukraine und in Syrien aufeinander. Im Namen des &#8222;Liberalismus&#8220; haben die Bourgeoisien die Sozialausgaben gek\u00fcrzt. Zur gleichen Zeit wurde der Repressionsapparat des b\u00fcrgerlichen Staates gest\u00e4rkt: immer mehr Gesetze gegen die B\u00fcrger, mehr und mehr Milit\u00e4rausgaben, mehr und mehr Geheimdienste, Polizei, Gef\u00e4ngnisse &#8230; Die wirtschaftliche Bedeutung der b\u00fcrgerlichen Staaten hat nicht abgenommen. Alle streben danach, ihre Kapitalisten gegen ihr Proletariat und gegen andere Bourgeoisien zu unterst\u00fctzen: Integration der Gewerkschaftsapparate, Unterdr\u00fcckung von GewerkschaftsaktivistInnen und Revolution\u00e4rInnen, Geschenke an die UnternehmerInnen,, W\u00e4hrungskrieg, &#8222;Industriespionage\u201d, diplomatischer Druck, milit\u00e4rische Drohungen, Staatsstreiche, milit\u00e4rische Interventionen &#8222;niedriger Intensit\u00e4t&#8220; (Waffen, Berater, Drohnen, Spezialeinheiten &#8230;), offene Interventionen  (Milit\u00e4rbasen, Bombardierungen, Milit\u00e4r\u201dexpeditionen\u201d, Besetzungen).<\/p>\n<p>Die westlichen imperialistischen Staaten haben (gemeinsam mit der stalinistischen B\u00fcrokratie der UdSSR) die Gr\u00fcndung des Staates Israel, einem Kolonialstaat, unterst\u00fctzt. Sie haben  auf die Monarchien am arabischen und persischen Golf gesetzt, die weltweit den salafistischen Obskurantismus unterst\u00fctzen und den Islamofaschismus finanzieren, sie haben 1953 auf die islamistischen Fanatiker im Iran, 1965 in Indonesien, Afghanistan 1979 gesetzt.  Sie haben 1980 den Irak zum Krieg gegen den Iran gedr\u00e4ngt. Sie haben zweimal 1991 und 2003 &#8211; den  Irak \u00fcberfallen und dort die ethnischen und religi\u00f6sen Konflikte gesch\u00fcrt, sie haben 2011  Libyen zersetzt . Heute ben\u00fctzen sie die islamistischen Anschl\u00e4ge als Vorwand f\u00fcr die Einschr\u00e4nkung der demokratische Freiheiten zu Hause und die Fortsetzung ihrer Einmischung in Afrika s\u00fcdlich der Sahara und in Westasien.<\/p>\n<p>Klerikalen Fraktionen der Bourgeoisie ist es gelungen, bei den muslimischen Massen Geh\u00f6r zu finden und Konterrevolutionen im Iran, Irak, Syrien durchzuf\u00fchren. Die Islamisten sind nicht in der Lage, den Imperialismus zu besiegen, weil sie Privateigentum und Kapitalismus  verteidigen. Daher sind sie darauf beschr\u00e4nkt, Druck auf den Imperialismus durch reaktion\u00e4re Angriffe auszu\u00fcben, die sich in erster Linie gegen die ArbeiterInnen richten. Aber wenn sich sie in ihren Machtgebieten halten k\u00f6nnen und die ArbeiterInnenbewegung zerst\u00f6rt haben wie im Iran, kapitulieren sie schlie\u00dflich vor den  gro\u00dfen imperialistischen M\u00e4chten, so wie die \u201csozialistisch\u201d get\u00fcnchten b\u00fcrgerlich-nationalistischen F\u00fchrer vor ihnen.<\/p>\n<p>Die gesellschaftliche Kraft, welche die Katastrophe verhindern und eine soziale Revolution vollenden kann, existiert: die WeltarbeiterInnenklasse. Die Lohnabh\u00e4ngigen, die in Ausbildung stehenden Jugendlichen und die Arbeitslosen, k\u00e4mpfen \u00fcberall, manchmal sogar heldenhaft. ArbeiterInnen und StudentInnen in Europa haben massenhaft demonstriert, um ihre Arbeitspl\u00e4tze oder ihre sozialen Errungenschaften zu verteidigen. Arbeiter in Afrika und Ostasien k\u00e4mpfen unter schwierigen Bedingungen f\u00fcr h\u00f6here L\u00f6hne, verbesserte Arbeitsbedingungen und das Recht auf Gewerkschaften. Die V\u00f6lker Nordafrikas und Westasiens haben sich gegen die verschiedenen von den Imperialisten  unterst\u00fctzten Tyrannen erhoben,  die KurdInnen leisten gegen die islamistische Reaktion in der T\u00fcrkei, Syrien, dem Iran und Irak Widerstand. In Nordamerika haben Schwarze gegen die wiederholten Morde durch PolizistInnen revoltiert.<\/p>\n<p>Aber ohne eine revolution\u00e4re ArbeiterInnenpartei, die es der ArbeiterInnenklasse erm\u00f6glicht, die F\u00fchrung der Ausgebeuteten (arme B\u00e4uerinnen, Besch\u00e4ftigte im  informellen Sektor, etc.) und die Unterdr\u00fcckten (Frauen, Jugendliche, Minderheiten &#8230;) zu \u00fcbernehmen, wurden die Aufst\u00e4nde in Tunesien, \u00c4gypten und Syrien durch ein doppelte Konterrevolution aufgehalten: einerseits durch Bombenangriffe und massenhafte Folter durch die Schergen der Regimes und der Generalst\u00e4be; andererseits durch den sunnitischen Faschismus. Die kurdischen ArbeiterInnen bleiben durch nationalistische Parteien von anderen Proletariern und untereinander getrennt, von denen einige mit den Staaten, die ihre kurdische Bev\u00f6lkerung unterdr\u00fccken (PDK) paktieren oder sich auf die russischen oder amerikanischen Imperialismen st\u00fctzen (PKK-PYD). Die in Nordkorea und Kuba an der Macht befindlichen B\u00fcrokraten bereiten die Restauration des Kapitalismus vor. Die Regierungen von Brasilien und Venezuela, die dem Kapitalismus gedient und den b\u00fcrgerlichen Staat respektierten, sind heute mit Versuchen des Imperialismus und Fraktionen der lokalen Kompradorenbourgeoisie konfrontiert, sie zu st\u00fcrzen. Der Widerstand gegen Massenentlassungen und staatliche Sparma\u00dfnahmen in den Industriel\u00e4ndern wird durch die Gewerkschaftsb\u00fcrokratie mit Hilfe ihrer zentristischen Handlanger (Belgien, Kanada, Spanien, Frankreich, Griechenland, Norwegen, Schweden&#8230;) in zahnlosen &#8222;Aktionstagen&#8220; kanalisiert. Die \u201creformistischen\u201d Parteien und ihre zentristischen Stellvertreter s\u00e4en Illusionen in den b\u00fcrgerlichen Parlamentarismus. Aber wenn sie an die Macht kommen, machen diese Parteien die gleiche Politik wie die Parteien der Bourgeoisie (Griechenland, Frankreich &#8230;).<\/p>\n<p>Die Vorhut muss wieder an den Marxismus ankn\u00fcpfen, sich die Strategie der permanenten Revolution aneignen, eine revolution\u00e4re ArbeiterInneninternationale aufbauen.  Um ihre Rechte zu bewahren oder wieder zu erlangen, die Umwelt zu retten, ihre Kinder vor Arbeitslosigkeit und Krieg zu sch\u00fctzen, die Ausbeutung zu beenden, m\u00fcssen die arbeitenden Menschen den Bruch jener Organisationen, die sie einst gegr\u00fcndet haben (Massenparteien und Gewerkschaften) mit der Bourgeoisie fordern und demokratische Organe des Kampfes gr\u00fcnden und diese zentralisieren, die gro\u00dfen kapitalistischen Unternehmen enteignen, die faschistischen und islamistischen Banden zerschlagen, die staatlichen Repressionsorgane und Geheimdienste aufl\u00f6sen,  demokratisch Produktion und Verteilung kontrollieren, die Grenzen beseitigen.<\/p>\n<p>Nieder mit Kapitalismus und Imperialismus! Es lebe der Weltsozialismus!<\/p>\n<p><center>1. Mai 2016<\/p>\n<p>CoReP (Kollektiv Permanente Revolution) (Frankreich, Peru, \u00d6sterreich)<\/p>\n<p>Marxistisch-Leninistische Tendenz (Brasilien)<\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kapitalismus f\u00fchrt zu Konzentration von Reichtum sowie Verschwendung an einem Pol der Gesellschaft und prek\u00e4ren Arbeitsverh\u00e4ltnissen sowie Armut auf der anderen Seite, zur Zerst\u00f6rung der Umwelt, zu wachsender Bedeutung&#8230; <a href=\"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/2016\/05\/01\/contra-la-barbarie-independencia-de-la-clase-obrera-lucha-de-clase-revolucion-socialismo-mundial\/\">Lesen Sie mehr &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-155","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=155"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":187,"href":"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155\/revisions\/187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=155"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=155"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.revolucionpermanente.com\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=155"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}